Zur Geschichte unseres Vereins
Zunächst war der Hauptgrund der Kauf von Bauland zwecks Errichtung von Wohngrundstücken. Das war im Jahre 1921 und es gibt nur noch wenige Bürger die davon Kenntnis haben bzw. die damals dabei gewesen sind. Im Jahre 1920 schlossen sich sechzig Freunde zusammen, kauften das Baugelände und schlossen den
"Allgemeinen Bauverein e.G.m.b.H. Ortmannsdorf".
Hier nur ein paar Namen:
Otto Blechschmidt; Ludwig Klitsch; Willi Köhler; Paul Meier; Emil Metzner
Am 01. März 1921 erfolgte die Eintragung als Eigentümer des Grundstückes 368 in das Grundbuch der Gemeinde Ortmannsdorf. Die damaligen wirtschaftlichen Verhältnisse liesen eine Bebauung nicht Wirklichkeit werden. Aus diesem Grund wurde das Grundstück in kleine Parzellen aufgeteilt. Das war also die Geburtsstunde unserer Anlage. Die Anfangsjahre waren vor nunmehr 90 Jahren mehr als schwer. Die Finanzfrage spielte eine noch größere Rolle als heute. Die Inflation, die Arbeitslosigkeit und der 2. Weltkrieg waren Perioden der Entwicklung der Kleingartenanlage "Alpenrose".
Die damalige Zeit, oft von Armut und Hunger geprägt, brachte es auch mit sich das das Anliegen von Daniel Schreber nicht voll erfüllt wurde. Schrebers Ziel war, daß sich die Arbeiter bzw. landlosen Bürger auf einem Stück eigener Erde erholen und die Gartenerträge zur Verbesserung der Lebenslage beitragen. Die Erholung geriet damals fast ganz in den Hintergrund.
Zu DDR-Zeiten sollten durch die sogenannten Hobbygärtner, Hasen-, Geflügel-, Tauben-, Bienen-, Schaf- bzw. Ziegenhalter und was es sonst noch so alles gab, dem Handel eine nicht zu unterschätzende Menge wichtiger Produkte zugeführt werden. Durch die Eigenproduktion und Verbrauch sollte der Markt entlastet werden. Der Intensivgarten hatte Vorrang und erst heute kommt der Erholungseffekt zum Tragen. Deshalb war in den Jahren bis 1960 auch nicht daran zu denken, ein eigenes Gartenheim zu errichten. Die damaligen Veranstaltungen mußten alle im Gasthaus Paul Friedrich oder im Gasthof Than stattfinden. Ursprünglich wurde nur an einen bescheidenen Bahnwagen als Unterkunft gedacht, aber in den vielen geführten Diskussionen setzte sich der Gedanke an ein eigenes neues, schönes großes Heim durch. Dessen Bau dann auch eine gewaltige Leistung für alle Beteiligten war. Es gab wenig Technik und alles mußte mit Muskelkraft der Mitglieder bewegt werden. Wie einfach geht es da heute oftmals zu.
Die Anfangszeit
Die Anfangsjahre waren von viel Arbeit gekennzeichnet. Alles durfte nicht viel kosten und Zeit hatte man damals durch die hohe Arbeitslosigkeit mehr als genug. Zwei Jahre lang mußte das Wasser aus dem Bach geholt werden. So baute man in den ersten Jahren mühevoll eine Wasseranlage auf die teilweise heute noch existiert. 1923 wurde dann die Wasserleitung und das heute noch stehende Pumpenhaus fertig gebaut. Neben dem Pumpenhaus und dem Hochbehälter gibt es weitere Zeugen der Vergangenheit. Am 10. August 1941 fand die Gründungsversammlung statt! Der Verein soll den Namen "Kleingartenverein Ortmannsdorf" tragen. Am 11. Oktober 1941 wurde der "Kleingartenverein Ortmannsdorf" unter dem Vorsitzenden Willi Köhler im Vereinsregister des Amtsgerichts Lichtenstein eingetragen. Willi Köhler hatte mit vielen anderen ebenfalls schon verstorbenen Freunden ein großes Stück unserer Gartengeschichte geschrieben. Ihnen allen sind wir heute noch zum Dank verpflichtet.
Willi Köhler: geboren am 15.10.1899 war er 1921 einer der Mitbegründer des "Allgemeinen Bauvereins Ortmannsdorf". Von 1921 bis 1941 leistete er auf dem Grund und Boden des "Allgemeinen Bauvereins Ortmannsdorf" Pionierarbeit. 1941 wurde Gartenfreund Willi Köhler zum 1. Vorsitzenden der Gartenanlage gewählt und führte diese Funktion bis Anfang 1960 aus. In dieser Zeit entstand aus dem "Allgemeinen Bauverein" die "Kleingartenanlage Alpenrose" Ortmannsdorf.
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